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Beratungsstelle für Flüchtlinge

Bild: K. Zwetschke / DRK Bodenseekreis

In den Gemeinschaftsunterkünften Markdorf, Kressbronn und Friedrichshafen leben mehr als hundert Menschen, darunter auch Familien mit kleinen Kindern. Sie kommen aus unterschiedlichen Ländern, wie Pakistan, Syrien, Iran und Irak, aber auch aus China, dem Kosovo, Sri Lanka und verschiedenen afrikanischen Staaten. 

Alle befinden sich entweder in einem laufenden Asylverfahren, das sich unter Umständen über mehrere Jahre hinziehen kann, oder leben nach einem abgeschlossenen Verfahren mit einer Duldung in Deutschland. Diese wird im Abstand bis zu drei Monaten regelmäßig überprüft.

 

Ausgangssituation

Die Problematik in den Gemeinschaftsunterkünften ist vielschichtig.

Menschen aus verschiedenen Ländern, mit unterschiedlichem kulturellem und religiösem Hintergrund, leben auf engem Raum miteinander.

Die Bewohner sprechen unterschiedliche Sprachen und haben unterschiedliche Sprachkenntnisse. Nur wenige können sich gut in Deutsch verständigen.

Nur wenige Bewohner dürfen einer geregelten Arbeit nachgehen und haben dadurch einen festen Tagesablauf.

Die Menschen haben soziale und familiäre Entwurzelung erlebt, in ihren Herkunftsländern und auf ihrer Flucht teilweise traumatische Erfahrungen gemacht. Dadurch wird ihre Handlungsfähigkeit teilweise bestimmt.

Die Lebensperspektiven der Bewohner sind von vielen Unsicherheiten und Fragen bestimmt, ihr Selbstbewusstsein ist dadurch oft eingeschränkt.

Ziele der Psychosozialen Beratung

Durch regelmäßigen Kontakt und feste Sprechzeiten baut der Sozialarbeiter eine vertrauensvolle Beziehung zu den Bewohnern in den Gemeinschaftsunterkünften auf. 

Ziel seiner Arbeit ist es, das Selbstwertgefühl der Bewohner zu stärken und ihren Leistungswillen zu fördern. Haben die Menschen wieder ein positives Lebensgefühl, können sie die Gestaltung ihres Lebens selbst in die Hand nehmen.

Um dies zu erreichen, wird unter anderem regelmäßig Sport angeboten. So stehen einmal wöchentlich zwei bis drei Stunden Fußball auf dem Programm, auch Cricket wird gespielt.

 

Aspekte der Einzelberatung

Im Rahmen von Einzelgesprächen geht der Sozialarbeiter auf die unterschiedlichen und vielschichten Fragen und Probleme der einzelnen Bewohner ein.

Dazu zählen:

  • Beratung zum Asylverfahren, zur Weiterwanderung und zur Rückkehr
  • Hilfen im Zusammenhang mit dem Asylbewerberleistungsgesetzt
  • Unterstützung bei Kontakten zu Institutionen und Behörden
  • Klärung von Fragen zum Schriftverkehr mit Ämtern und Behörden
  • Beratung in finanziellen Fragen, beispielsweise zu Ratenzahlungen oder Schuldenregulierung
  • Hilfe bei der Suche nach einer Arbeitsmöglichkeit
  • Psychologische Beratung und Krisenintervention, Vermittlung an Fachdienste und Ärzte

Vernetzung

Die Psychosoziale Beratung für Kriegsflüchtlinge arbeitet mit verschiedenen Partnern zusammen.

  • Untere Aufnahmebehörde, Ausländeramt, Sozialamt, Jobcenter
  • Fachdienste und Ärzte
  • Bildungsträger, potentielle Arbeitgeber
  • Anwälte
  • Kommunen, Vereine, Organisationen

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